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"Wenn eine Diagnose das ganze Leben verändert"

  • 17. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Eine 48-jährige Steirerin klagt derzeit vor dem Landesgericht Graz auf Schadenersatz, nachdem ihr aufgrund einer falschen Krebsdiagnose ein gesunder Teil ihrer Lunge entfernt wurde.

Die Frau war ursprünglich wegen anhaltender Kopfschmerzen ins Krankenhaus gekommen. Dort wurde bei einer Untersuchung eine Verschattung in der Lunge entdeckt. Kurz darauf erhielt sie die Diagnose Lungenkrebs. Für die Betroffene brach eine Welt zusammen. Sie dachte an ihre Kinder, schrieb Abschiedsbriefe und entschied sich schließlich für eine rasche Operation.

Erst nach dem Eingriff stellte sich heraus, dass sie nie an Krebs erkrankt war. Laut einer Sachverständigen handelte es sich um eine Fehlinterpretation der Befunde. Die entnommene Lungenbiopsie sei eindeutig gutartig gewesen.

Bis heute leidet die Frau unter den Folgen. Sie berichtet von Angstzuständen, Panikattacken und massiven psychischen Belastungen. Vor Gericht sagte sie: „Früher war ich stark und taff. Heute bin ich gebrochen.“

Die Betroffene wird von Dr. Prutsch-Lang vertreten. Ein weiteres Gutachten soll nun klären, wie es zu der falschen Diagnose kommen konnte.


Artikel aus der Krone vom 17.04.2026



 
 
 

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